Musik verbindet – Stiftung Würth feierte beim 7. Musikfest das Miteinander
Musik, Begegnung und gelebte Inklusion standen am Samstag, 11. Juli 2026, im Mittelpunkt des 7. Musikfests der Stiftung Würth im und am Carmen Würth Forum. Rund 1000 Besucherinnen und Besucher sowie Musizierende feierten gemeinsam ein Festival für alle und setzten damit ein eindrucksvolles Zeichen für ein gelungenes Miteinander von Menschen mit und ohne Beeinträchtigung.
Den musikalischen Mittelpunkt des Tages bildeten die Auftritte von neun inklusiven Ensembles und Musikgruppen aus der Region Hohenlohe und darüber hinaus. Auf den Bühnen präsentierten sich die „Elefantis“ des Freundeskreises für Menschen mit Behinderung Winnenden e. V., die Trommelgruppe „Wazungu“ der Geschwister-Scholl-Schule Künzelsau, der „Anne-Sophie Chor“ des gleichnamigen Hotel-Restaurants Anne-Sophie Künzelsau, die „Big Band“ der Lebenshilfe Main-Tauber-Kreis, das „Projekt EINFACH SINGEN“ von der Aktion MITEINANDER - Projekt EINFACH SINGEN e. V. und Karlshöhe Ludwigsburg, das Klavierprojekt der Andreas-Fröhlich-Schule Krautheim, der „SINGklusiv“ Chor aus Mosbach, die „Happytones“ der Lebenshilfe Buchen und Umgebung e. V. sowie „The Braillers“ der Blindeninstitutsstiftung Würzburg. Der Anne-Sophie Chor wurde auch in diesem Jahr von Initiatorin und Stiftungsgründerin Carmen Würth musikalisch verstärkt. Von Beginn an singt sie selbst im Chor mit, der ihr besonders am Herzen liegt. Ihr persönliches Engagement macht das Musikfest, das seit 2013 alle zwei Jahre stattfindet, zu einem Fest der Begegnung und des gelebten Miteinanders.
Mit ihren abwechslungsreichen Programmen begeisterten die Musikerinnen und Musiker das Publikum den ganzen Nachmittag über.
„Das Musikfest hat einmal mehr gezeigt, wie Musik Menschen unterschiedlichster Voraussetzungen verbindet“, sagte Carmen Würth. „Das Miteinander an diesem Tag ist für mich das schönste Zeichen wie Menschen über die Musik zueinanderfinden. Es geht nicht um Einschränkung, sondern um Gemeinschaft. Dies erfüllt mich jedes Mal mit großer Freude und Dankbarkeit.“
Auch Muhterem Aras, Vizepräsidentin des Landtags von Baden-Württemberg und Schirmherrin des 7. Musikfests der Stiftung Würth, betonte die Bedeutung von Inklusion und gesellschaftlicher Teilhabe: „Demokratie bedeutet, unterschiedliche Lebensrealitäten zum Vorteil aller zusammenzubringen. Dafür müssen wir die uns fremden Realitäten überhaupt erst einmal kennen. Und am einfachsten schaffen wir das, wenn wir miteinander feiern. In Zeiten zunehmender sozialer Kälte zeigt das Musikfest der Stiftung Würth, was möglich ist, wenn wir aneinander glauben und vorurteilsfrei begegnen.“
Buntes Programm für Groß und Klein
Ergänzt wurde das Musikprogramm durch zahlreiche Mitmachangebote für die ganze Familie sowie Informationsstände von gemeinnützigen Organisationen und Einrichtungen. Besucherinnen und Besucher konnten unter anderem Schmuck gestalten, Leinwände bemalen und Boccia spielen. Führungen durch die aktuelle Ausstellung „FOCUS. Neue Blicke auf die Sammlung Würth“ im Museum Würth 2 rundeten das Programm ab.
Fachtagung zur politischen Teilhabe eröffnete den Veranstaltungstag
Bereits am Vormittag fand im Carmen Würth Forum die Fachtagung „Gleichberechtigte Teilhabe: Politische Mitwirkung stärken – Perspektiven für mehr gemeinsame politische Verantwortung“ statt. Die Kooperationsveranstaltung der Stiftung Würth, der Beauftragten der Landesregierung Baden-Württemberg für die Belange von Menschen mit Behinderungen sowie der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg widmete sich der Frage, wie politische Teilhabe von Menschen mit Behinderungen weiter gestärkt werden kann. „Heute wurde deutlich, dass die politische Teilhabe von Menschen mit Behinderung im Land weiter gestärkt werden muss. Denn Demokratie heißt Mitsprache und Mitgestaltung auf Augenhöhe“, betonte der Vorsitzende des Vorstands der Stiftung Würth Johannes Schmalzl. Im Mittelpunkt standen Diskussionen über Beteiligungsmöglichkeiten, bestehende Barrieren sowie die Rolle der Medien für eine inklusive Gesellschaft.
„Wer Demokratie ernst nimmt, muss politische Teilhabe für alle ermöglichen. Menschen mit Behinderungen wollen nicht nur mitgedacht, sondern gehört und an Entscheidungen beteiligt werden. Es ist Zeit, Barrieren abzubauen und Beteiligung selbstverständlich zu machen“, so Nora Welsch, Beauftragte der Landesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen.
Über die Stiftung Würth
Die gemeinnützige Stiftung Würth wurde 1987 von Prof. Dr. h. c. mult. Reinhold und Carmen Würth in Künzelsau gegründet und fördert Projekte in den Bereichen Bildung und Wissenschaft, Soziales und Integration sowie Kunst und Kultur.
