Künzelsau,
22
Oktober
2026
|
13:55
Europe/Amsterdam

Würth Bildungspreis 2027: Die nominierten Schulen stehen fest

Zusammenfassung

Künzelsau/Stuttgart. Die neue Wettbewerbsrunde des Würth Bildungspreises ist gestartet: Am 19. Oktober 2026 präsentierten sechs Schulen aus Baden-Württemberg ihre Projektideen im Rahmen der Auftaktveranstaltung an der IHK Stuttgart einer Fachjury. Mit dem Würth Bildungspreis zeichnet das Kompetenzzentrum Ökonomische Bildung der Stiftung Würth herausragende und innovative Schulprojekte mit wirtschaftlichem Schwerpunkt aus.

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Diese Schulen sind nominiert:

  • Eduard-Spranger-Schule Reutlingen

  • Gemeinschaftsschule Althengstett

  • Meret-Oppenheim-Schulzentrum Steinen

  • Rheintalschule Bühl

  • Schlossgymnasium Kirchheim

  • Werdenbergschule Trochtelfingen

„Die Vielfalt der Projekte zeigt eindrucksvoll, auf welch unterschiedliche und praxisnahe Weise sich wirtschaftliche Zusammenhänge vermitteln lassen. Besonders wichtig ist dabei, dass die Schülerinnen und Schüler selbst aktiv werden, eigene Ideen entwickeln und Verantwortung übernehmen. So wird ökonomische Bildung konkret erfahrbar. Zugleich erwerben sie wichtige Kompetenzen für die Zukunft“, sagt Johannes Schmalzl, Vorsitzender des Vorstands der Stiftung Würth.

Thomas Schenk, Vorsitzender der Jury und des Beirats Ökonomische Bildung, betont die Bedeutung der weiteren Projektentwicklung: „Mit den Präsentationen ist der erste Meilenstein der neuen Wettbewerbsrunde erreicht. In den kommenden Monaten werden die Schülerinnen und Schüler ihre Vorhaben weiter ausarbeiten, sich mit wirtschaftlichen Fragestellungen auseinandersetzen und ihre Ideen Schritt für Schritt in die Praxis umsetzen. Dabei sammeln sie wertvolle Erfahrungen.“

Die Preisverleihung der 20. Wettbewerbsrunde findet im Sommer 2027 statt. Ausgezeichnet wird die Schule, deren Schülerinnen und Schüler im Verlauf des Projekts die größten Fortschritte in ihren ökonomischen Kompetenzen erzielen. Der erste Platz ist mit 4.000 Euro dotiert. Für die Umsetzung ihrer Projektideen erhalten die teilnehmenden Schulen zudem eine Förderung von bis zu 7.000 Euro durch das Kompetenzzentrum Ökonomische Bildung. Die Mittel können beispielsweise für Materialien, fachliche Beratung oder die professionelle Begleitung der Projekte eingesetzt werden.

Die Nominierten des Würth Bildungspreises 2027 im Überblick:

Eduard-Spranger-Schule Reutlingen:
Schülerinnen und Schüler betreiben einen eigenen Marktstand - ein inklusives Projekt
Schülerinnen und Schüler der Eduard-Spranger-Schule betreiben einen eigenen Stand auf dem Eninger Wochenmarkt. Sie verkaufen unter anderem selbst zubereitete Paninis und übernehmen dabei Aufgaben von Einkauf und Produktion bis Verkauf und Kundenkontakt. Geplant ist, das Projekt durch Kooperationen mit regionalen Betrieben und neue Produktideen weiterzuentwickeln. Langfristig soll aus dem Projekt ein nachhaltiges Schülerunternehmen entstehen.

Gemeinschaftsschule Althengstett:
Kein Kind bleibt stehen
An der Gemeinschaftsschule Althengstett entsteht eine Fahrradwerkstatt, betrieben von Schülerinnen und Schülern. Sie entwickeln eigene Ideen und Konzepte, um mit Fahrrädern Einnahmen zu erzielen. Dazu gehören beispielsweise die Reparatur und Wartung von Fahrrädern sowie die Aufbereitung gespendeter Räder, die anschließend verkauft werden. So verbindet das Projekt praktische Berufsorientierung und unternehmerisches Lernen mit Nachhaltigkeit und stärkt zugleich die Mobilität und Selbständigkeit der Schülerinnen und Schüler.

Meret-Oppenheim-Schulzentrum Steinen:
StageUp – Vorhang auf für Business
Mit „StageUp“ wird aus der bisherigen, nur schulintern zugänglichen Theater-AG des Meret-Oppenheim-Schulzentrums eine öffentliche Theateraufführung, zu der alle Interessierten eingeladen sind. Die Schülerinnen und Schüler planen und organisieren das Format selbstständig – von Inszenierung und Catering über Marketing bis hin zu Budgetplanung und Finanzierung. Dabei treffen sie wirtschaftliche Entscheidungen, kalkulieren Einnahmen und Ausgaben und werten den Erfolg der Veranstaltung anschließend gemeinsam aus. Langfristig soll „StageUp“ als jährliches, fächerübergreifendes Veranstaltungsformat etabliert werden.

Rheintalschule Bühl:
CityEL – Elektromobilität zum Anfassen: Restaurieren, kalkulieren, nachhaltig handeln
Schülerinnen und Schüler restaurieren gemeinsam ein gebrauchtes Elektrofahrzeug und durchlaufen dabei den gesamten Projektprozess – von Diagnose und Demontage über Ersatzteilbeschaffung und Kalkulation bis zur Instandsetzung und Präsentation. Ergänzend entwickeln sie eine mobile Kaffeebar auf einem Anhänger, mit der sie erste unternehmerische Erfahrungen in Verkauf, Service und Kalkulation sammeln. Dabei verbinden sie technische Praxis mit wirtschaftlichem Denken, Berufsorientierung und Nachhaltigkeit.

Schlossgymnasium Kirchheim:
Von Schülern für Schüler: Nachhaltige Erfrischung in Eigenregie
Eine Schülergenossenschaft betreibt einen schuleigenen Wasserspender und übernimmt dabei Hygiene, Wartung, Vermarktung und Finanzierung. Ergänzend vertreiben die Schülerinnen und Schüler wiederverwendbare Flaschen und setzen sich mit nachhaltigem Konsum auseinander. Langfristig soll das Angebot um weitere Getränke erweitert und zu einem von Schülerinnen und Schülern getragenen Schulcafé ausgebaut werden.

Werdenbergschule Trochtelfingen:
school2market: Wirtschaft aus Schülerhand
Mit „Hühner2Go“ und „Ackerbau2Go“ setzen Jugendliche der Werdenbergschule innerhalb eines Schülerunternehmens zwei unterschiedliche Projekte um. Sie kümmern sich um die Hühnerhaltung sowie den Verkauf der Eier und bauen parallel regionale Lebensmittel an, die sie selbst vermarkten. Dabei planen sie Produktionsmengen, kalkulieren Preise, organisieren Verkauf und Kundenkontakt und verbinden wirtschaftliches Lernen mit nachhaltigem Handeln.

Über den Würth Bildungspreis
Der Würth Bildungspreis wurde von Unternehmer Prof. Dr. h. c. mult. Reinhold Würth ins Leben gerufen. Ziel des Wettbewerbs ist es, wirtschaftliches Denken und Handeln frühzeitig zu fördern und ökonomische Bildung nachhaltig im Schulalltag zu verankern. Bewerben können sich allgemeinbildende weiterführende Schulen in Baden-Württemberg.

Über die Stiftung Würth
Die gemeinnützige Stiftung Würth wurde 1987 von Prof. Dr. h. c. mult. Reinhold Würth und Carmen Würth in Künzelsau gegründet. Sie fördert Projekte in den Bereichen Bildung und Wissenschaft, Integration und Soziales sowie Kunst und Kultur. Unterstützt wird die Stiftung von der Würth-Gruppe in Deutschland, insbesondere von der Adolf Würth GmbH & Co. KG.

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