Künzelsau,
24
Oktober
2022
|
10:36
Europe/Amsterdam

Würth Bildungspreis: Sechs Schulen aus Baden-Württemberg nominiert

Zusammenfassung

Das Kompetenzzentrum Ökonomische Bildung hat sechs Schulen aus Baden-Württemberg für den Würth Bildungspreis 2023 nominiert. Die ausgewählten Schulen stellten ihre Projekte am 20. Oktober 2022 im Neuen Schloss in Stuttgart vor. Schirmherr des Würth Bildungspreises ist Ministerpräsident Winfried Kretschmann.

Der Würth Bildungspreis ist ein Leuchtturm in der ökonomischen Bildung. Schülerinnen und Schüler werden ermutigt, eigenständig, aber auch im Team zu arbeiten und ihre Vorhaben erfolgreich voranzutreiben. Die Jugendlichen sollen Freude am unternehmerischen Denken und Handeln entwickeln.

Johannes Schmalzl, Vorstandsmitglied der Stiftung Würth.

Die Schülerinnen und Schüler erhalten im laufenden Schuljahr beratende sowie finanzielle Unterstützung in Höhe von maximal 6.000 Euro für die Umsetzung ihrer Projekte.

Unternehmen

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Der Würth Bildungspreis gibt Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, sich frühzeitig mit Wirtschaftsthemen auseinanderzusetzen. Sie lernen beispielsweise, Kosten zu kalkulieren, Methoden des Projektmanagements und geschickt mit Geschäftspartnern zu verhandeln – Kompetenzen, die ihnen im späteren Berufsleben sicher von Vorteil sein werden.

Thomas Schenk, Leiter des Staatlichen Schulamtes Stuttgart

Kunst & Kultur

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Im Sommer 2023 wird der Würth Bildungspreis verliehen. Es gewinnt die Schule, die die größte Weiterentwicklung in den ökonomischen Kompetenzen der Teilnehmenden aufzeigen kann. Alle Schulen bleiben drei Jahre im Würth Förderkreis und werden somit weiterhin in ihren Projekten unterstützt.

Mit dem Würth Bildungspreis gibt die Stiftung Würth einen wichtigen Impuls für die Vermittlung von ökonomischer Kompetenz sowie unternehmerischem Denken und Handeln. Initiator des Preises ist der Unternehmer Prof. Dr. h. c. mult. Reinhold Würth. Seit vielen Jahren hat er die ökonomische Bildung Jugendlicher im Blick und setzt sich verstärkt dafür ein, Kenntnisse über Wirtschaftsprozesse und Unternehmertum bei Schülern und Lehrkräften zu verbessern. Es besteht eine enge Kooperation mit dem Ministerium für Kultus, Jugend und Sport in Baden-Württemberg. Für den Würth Bildungspreis können sich alle weiterführenden, allgemeinbildenden Schulen in Baden-Württemberg bewerben.

Folgende Schulen sind im Schuljahr 2022/2023 für den Würth Bildungspreis nominiert:

Drais-Gemeinschaftsschule Karlsruhe: „Hochbeetbau“ – von Kindern für Kinder

Hochbeete selbst designen, entwickeln und vertreiben. Die Schülerinnen und Schüler der Drais-Gemeinschaftsschule Karlsruhe planen unterschiedlich kombinierbare Baumodule zur individuellen Anpassung an Kundenbedürfnisse. Neben ökologischen und ökonomischen Zielen steht die soziale Dimension im Fokus. In Zukunft kooperiert die Drais-Gemeinschaftsschule Karlsruhe mit einer ortsnahen Diakonie sowie mit Kindergärten der Umgebung. Für diese Institutionen fertigt die Schülerfirma spezielle Produktlösungen an.

Friedrich-List-Gymnasium Asperg: „FGL-Shop“

Die Schülerinnen und Schüler des Friedrich-List-Gymnasiums Asperg eröffnen den „FLG-Shop“. Ein breites Angebot an Schulkleidung, individuellen Mäppchen und Tote-Bags werden im ersten Schritt an Mitschülerinnen und Mitschüler, Lehrpersonen und Eltern verkauft. Eine Erweiterung des Kundenkreises durch außerschulische Partner rund um Asperg sowie Sportvereine ist geplant. Die Jugendlichen suchen nach Kooperationspartnern, entwickeln vielfältige Produktdesigns und gestalten ein Logo. Durch die Mitarbeit im „FLG-Shop“ lernen sie unterschiedliche Berufsbilder kennen und erhalten vertiefte Einblicke für ihre Berufswahl.

Gemeinschaftsschule Neubulach: „Schul-Merch“

Die Schülerinnen und Schüler der Gemeinschaftsschule Neubulach planen neben einer neuen Kollektion ihrer Schulkleidung auch den Verkauf von Merchandise-Produkten wie bedruckte Blöcke, Aufkleber und Schlüsselanhänger. Für eine professionelle Umsetzung des Merchandise- Shops kooperieren die Jugendlichen mit regionalen Experten und erhalten Workshops zum Thema HTML-Programmierung und Grafikdesign von Webseiten. Das Social-Media-Team der Schule wird die Angebote kreativ in Szene setzen, um möglichst viele Kunden zu erreichen. Ihren Gewinn wollen die Schülerinnen und Schüler an einen gemeinnützigen Zweck spenden.

Gustav-Schönleber-Schule Bietigheim-Bissingen: „Unterwegs auf der Donau“ – Ein Familienspiel

Die sechste Klasse der Gustav-Schönleber-Schule Bietigheim-Bissingen entwickelt ein Brettspiel für die ganze Familie. Auf einer abenteuerlichen Reise entlang der Donau gilt es, die vielfältigen Länder und Kulturen kennenzulernen sowie mögliche Hindernisse zu überwinden. Um das Spiel zu optimieren und im Handel vertreiben zu können, ist eine professionelle Grafik notwendig. Das Einholen von Angeboten und die Kalkulation des Verkaufspreises erfordert ökonomisches Geschick der Schülerinnen und Schüler.

Merian Gemeinschaftsschule Dußlingen: „Ein Schulgarten mit integrativer Konzeption“

Das Ziel der Merian Gemeinschaftsschule Dußlingen ist der Aufbau eines besonderen Schulgartens, welcher alle Schülergruppen in seinen Bann zieht. Die Schüler- AG wird den Garten bewirtschaften und die Produkte in der Schulküche verwerten. Jugendliche mit Integrationsbedarf erhalten spezielle Möglichkeiten für eine unterstützende Lernentwicklung. Der Schulgarten wird als Ort gestaltet, an dem die Schülerinnen und Schüler biologische Prozesse beobachten, Barfußpfade durchqueren oder Bienenhotels bauen.

Wilhelm-Wundt-Realschule Mannheim: „Smile-Bike”

An der Wilhelm-Wundt-Realschule Mannheim wird die Fahrradwerkstatt „Smile-Bike“ gegründet. Die Werkstatt soll ökonomische, ökologische und soziale Interessen miteinander verbinden. Zum einen ist eine Kooperation mit der Polizei Mannheim und dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad Club im Bereich Sicherheitstraining angedacht. Zum anderen erhalten bedürftige Menschen die Chance, ihre Fahrräder bei „Smile-Bike“ kostenfrei reparieren zu lassen. Die Schülerinnen und Schüler der Wilhelm-Wundt-Realschule Mannheim werden von Auszubildenden der kaufmännischen Max Hachenburg Schule Mannheim im Berufsfeld Zweiradmechatronik unterstützt.

 

Kompetenzzentrum Ökonomische Bildung

Das Kompetenzzentrum Ökonomische Bildung Baden-Württemberg ist eine Initiative von Prof. Dr. h. c. mult. Reinhold Würth mit dem Ziel, wirtschaftliche Themen, ökonomische Zusammenhänge sowie unternehmerisches Denken und Handeln an Schulen in Baden-Württemberg zu stärken. Zu den diversen Aktivitäten des Kompetenzzentrums gehören der Würth Bildungspreis, der Landespreis der Werkrealschule, das Führungskräftesymposium, das Wirtschaftspraxisprogramm für Lehrkräfte und die HANDWERKSTATT. Es besteht eine enge Kooperation mit dem Ministerium für Kultus, Jugend und Sport des Landes Baden-Württemberg.