Künzelsau,
11
Mai
2022
|
11:10
Europe/Amsterdam

Würth digitalisiert das Handwerk

Würth-Gruppe mit Rekord in Umsatz und Betriebsergebnis – Investition in Forschung und Entwicklung

Zusammenfassung

Die Würth-Gruppe, Weltmarktführer im Bereich Montage- und Befestigungsmaterial, hat mit einem Betriebsergebnis von über einer Milliarde Euro (1.270 Millionen Euro) im Geschäftsjahr 2021 einen neuen Höchstwert erzielt (2020: 775 Millionen Euro). Mit 17,1 Milliarden Euro erwirtschaftete das weltweit tätige Familienunternehmen den höchsten Umsatz der Unternehmensgeschichte (2020: 14,4 Milliarden Euro). Dies entspricht einem Wachstum von 18,4 Prozent, währungsbereinigt sind es 19,0 Prozent.

Unternehmen

This is not a valid email address.

Kunst & Kultur

This is not a valid email address.
  • Umsatz wächst auf 17,1 Mrd. Euro, deutlich zweistelliges Wachstum von 18,4 Prozent
  • Betriebsergebnis mit 1,3 Mrd. Euro auf neuem Höchstwert
  • Größter Zuwachs in den letzten 10 Jahren: Zahl der Mitarbeitenden steigt auf 83.183
  • Digitale Lösungen von Würth entlasten Kunden im Arbeitsalltag
  • Innovationszentrum eröffnet am 28.09.2022

„Die Corona-Pandemie und die damit einhergehenden Preissteigerungen sowie Materialknappheit auf dem Beschaffungsmarkt waren unsere Herausforderungen im vergangenen Jahr. Die deutliche Steigerung bei Umsatz und Betriebsergebnis ist der Beweis, dass unsere Strategie auch in Krisenzeiten aufgeht“, sagt Robert Friedmann, Sprecher der Konzernführung der Würth-Gruppe. „Deshalb sind wir sehr optimistisch in das Jahr 2022 gestartet – bis zum 24. Februar, als der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine eskalierte. Jetzt gilt es, diese nie dagewesene Konstellation von Unsicherheiten jeden Tag aufs Neue zu bewältigen.“
 

Das Geschäftsjahr 2021

Immer erreichbar: stationär, persönlich, digital

Die internationale Ausrichtung des Konzerns mit über 400 Gesellschaften in 80 Ländern, die breite Aufstellung über die diversifizierten Geschäftsfelder der Würth-Linie und der Allied Companies sowie die Multi-Kanal-Strategie zahlten sich auch vergangenes Geschäftsjahr aus. Würth bietet seinen Kunden 24/7 weltweit ein optimales Angebot an Kontaktpunkten: stationär mit 2.500 Niederlassungen, persönlich über 33.000 Außendienstmitarbeitende sowie digital über Würth App, Onlineshop und E-Procurement – der E-Business-Bereich entwickelte sich mit rund 20 Prozent am Gesamtumsatz sehr dynamisch. So konnte der Konzern zu Pandemie-Zeiten die Nähe zum Kunden und dessen Materialversorgung jederzeit garantieren.

 Gesellschaften im In- und Ausland mit zweistelligem Plus

Der wichtigste Einzelmarkt der Würth-Gruppe ist nach wie vor Deutschland mit einem Umsatzanteil von 40,7 Prozent. Die deutschen Gesellschaften zeigten sich im zweiten Pandemiejahr robust und erzielten ein Umsatzplus von 14,3 Prozent. Besonders erfolgreich schnitten der Elektrogroßhandel (+28,9 Prozent) sowie die Würth Elektronik Gruppe ab (+32,5 Prozent). Die Division Industrie kompensierte den Umsatzrückgang aus 2020 und erzielte mit 18,4 Prozent das größte Wachstum unter den Divisionen der Würth-Linie. Die Adolf Würth GmbH & Co. KG, größte Einzelgesellschaft des Konzerns, steigerte ihren Umsatz um 13,4 Prozent – das stärkste Wachstum der letzten zehn Jahre. Erfolgreich schnitten auch die Gesellschaften außerhalb Deutschlands mit einem Umsatzplus von 21,4 Prozent ab.
 

Fachkräftemangel und Beschaffungssituation belasten das Handwerk

Würth schafft Entlastung über Digitalisierung

Liefer- und Materialengpässe, die schon vor der Ukraine-Krise vorhanden waren, erschweren nach wie vor den Arbeitsalltag im Handwerk. Metalle, Elektronikkomponenten oder Kunststoffe sind schwer erhältlich. „Hier ist noch ein großes Potential an Umsatz vorhanden, wenn die Versorgungssicherheit wieder gegeben ist“, betont Friedmann. Im Fachkräftereport 2021 berichtet der Deutsche Industrie- und Handelskammertag, dass mehr als jedes zweite Unternehmen langfristig freie Stellen aufgrund fehlender Arbeitskräfte teils nicht besetzen kann. Das führt unter anderem zu Mehrbelastung für Mitarbeitende, steigende Arbeitskosten für Personalsicherung und -rekrutierung, zur Ablehnung von Aufträgen und in letzter Konsequenz zur Minderung der Wettbewerbsfähigkeit. 

„Wie wichtig die Branche ist, zeigte sich während der Pandemie. Das Handwerk arbeitete aufgrund seiner Systemrelevanz durch. Von der kleinen, aber wesentlichen Reparatur einer Elektroinstallation bis zum nachhaltigen Infrastruktur-Bauprojekt – Handwerk ist und bleibt zukunftsfähig. Wir sehen es als unsere ureigenste Aufgabe an, unsere Kunden überall dort zu unterstützen, wo es uns möglich ist“, fasst Friedmann die Hürden im Handwerk zusammen.

Intelligente Produkte, clevere Services und Systeme

Ziel von Würth ist, den Kunden die Arbeit so zu erleichtern, dass sie sich auf ihr Kerngeschäft konzentrieren können. 

„Hierfür bieten wir intelligente Produkte sowie clevere Services und Systeme“, sagt Dr. Heiko Roßkamp, Leiter Forschung und Entwicklung der Adolf Würth GmbH & Co. KG. „Ein gutes Beispiel sind unsere zertifizierten Dübel mit passender Bemessungssoftware. Mithilfe dieses digitalen Tools kann der Kunde festlegen, welche und wie viele Dübel oder Anker er setzt. Das spart Zeit und Kosten. Die bestehende Zertifizierung erleichtert den Zugang zu Ausschreibungen.“ 

Die M-CUBE® Akku-Maschinenserie macht die Systemwelt für den Kunden beispielhaft sichtbar: „Lästiges Suchen nach dem richtigen Akku hat ein Ende. In der M-CUBE® Akku-Maschinenreihe passt ein Akku auf alle Geräte, von der Handkreissäge bis zum Schlagbohrschrauber. Jeder Mitarbeiter, jede Mitarbeiterin hat auf jeder Baustelle immer den richtigen Akku dabei. Das digitale Verwaltungstool ORSY®online behält den Überblick, wer welche Maschine im Einsatz hat und wann der nächste Prüftermin ansteht“, erklärt Roßkamp. „Mit dem neuen Innovationszentrum schaffen wir es, solche qualitativ hochwertigen Eigenentwicklungen noch schneller auf den Markt zu bringen.“

Dank des ORSY® System-Regals Sensor machen sich Würth Kunden keine Gedanken über den Materialnachschub. Das Regal erkennt die Entnahme und bestellt automatisch nach. Am 2. Mai 2022 ging towio, die neue Handwerker-Cloud-Lösung an den Start. Über diese digitale Plattform mit integriertem App-Store kann der Kunde an Laptop oder Handy seine Büroarbeit erledigen. Ob Auftragsbearbeitung, Erstellung von Serviceberichten, Materialbestellung, Fotodokumentation oder Zahlungsabwicklung: Diese einzelnen Module stellt der Kunde über den App-Store nach seinen Bedürfnissen zusammen. Die Verknüpfung zum Onlineshop und zu bereits bestehenden E-Services wie dem Verwaltungstool ORSY®online ermöglicht dem Kunden die Abwicklung aller administrativen Tätigkeiten über ein Tool. 

„Wir halten unseren Kunden den Rücken frei und schaffen ihnen Freiräume für ihr Kerngeschäft und andere Themen wie Beratungsgespräche, Kundenakquise oder Personalrekrutierung“, fasst Friedmann die Vorteile zusammen.
 

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Die Zahl der weltweit tätigen Mitarbeitenden erhöhte sich im Geschäftsjahr 2021 auf 83.183 (2020: 79.139). Davon sind mehr als 33.000 im Außendienst tätig. In Deutschland beschäftigt der Konzern 25.438 Menschen. Mit 4.044 neuen Kolleginnen und Kollegen ist das der größte Zuwachs in den letzten zehn Jahren.
 

Eigenkapital bietet Sicherheit

Das Eigenkapital des Konzerns erhöhte sich im vergangenen Geschäftsjahr um 15,3 Prozent auf 6,8 Milliarden Euro. Mit diesem Plus von 904 Millionen Euro konnte die Eigenkapitalquote auf 45,2 Prozent gesteigert werden (2020: 43,8 Prozent) und liegt damit auf einem sehr guten Niveau. Die Ratingagentur Standard & Poor’s bestätigte 2021 das Rating der Würth-Gruppe mit A/outlook stable, was die Stabilität des Unternehmens zeigt.
 

Blick auf 2022

Die Herausforderungen durch die Corona-Pandemie haben sich mit dem Konflikt in der Ukraine und der Corona-Situation in China potenziert. Aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen und weltpolitischen Situation lässt sich eine verlässliche Prognose für die weitere Entwicklung der Würth-Gruppe für 2022 nicht treffen. In den ersten vier Monaten des Jahres 2022 erwirtschaftete der Konzern ein Umsatzplus von 18,8 Prozent, währungsbereinigt sind es 17,2 Prozent. Dieses Umsatzwachstum steht auf einer breiten Basis, sowohl in regionaler Hinsicht als auch bezogen auf die Geschäftseinheiten. Die Zahl der Mitarbeitenden stieg um 4,4 Prozent. Das Betriebsergebnis liegt um 11 Prozent über dem Vorjahr. 

„Diese Entwicklung stimmt uns trotz der weltwirtschaftlichen und -politischen Geschehnisse vorsichtig optimistisch“, sagt Friedmann. „Wir konzentrieren uns darauf, die Herausforderungen wie Verzögerungen in der Lieferkette, Materialengpässe und Preissteigerungen vorauszudenken, um so auch in Zukunft verlässlicher Partner für unsere Kunden zu sein.“
 

Über die Würth-Gruppe

Die Würth-Gruppe ist Weltmarktführer in der Entwicklung, Herstellung und dem Vertrieb von Montage- und Befestigungsmaterial. Darüber hinaus sind Handels- und Produktionsunternehmen, die Allied Companies, in angrenzenden Geschäftsfeldern aktiv. Dazu zählen beispielsweise der Elektrogroßhandel oder der Bereich Elektronik bis hin zu Finanzdienstleistern. In über 80 Ländern beschäftigt der Konzern weltweit mehr als 83.000 Mitarbeitende in über 400 Gesellschaften mit 2.500 Niederlassungen. Der Konzern erzielte im Geschäftsjahr 2021 gemäß testiertem Konzernabschluss einen konsolidierten Umsatz von 17,1 Milliarden Euro und ein Betriebsergebnis vor Steuern von 1.270 Millionen Euro.