Künzelsau,
09
September
2022
|
08:00
Europe/Amsterdam

Neupräsentation der Kunstkammer Würth

Zusammenfassung

Museumsinsel Berlin, Bode-Museum, bis auf Weiteres

Seit der Wiedereröffnung des Berliner Bode-Museums im Oktober 2006 hat der Unternehmer und Kunstsammler Reinhold Würth eine exquisite Auswahl von 28 Werken aus seiner Kunstkammer der Berliner Skulpturensammlung als Leihgaben zur Verfügung gestellt. Diese kostbaren Preziosen von zumeist aus Elfenbein oder anderen edlen Materialien geschaffenen Kleinbildwerke fanden in unmittelbarer Nachbarschaft der Brandenburgischen-Preußischen Kunstkammer ihre kongeniale Aufstellung. Die zunächst auf drei Jahre zugesagten Leihgaben erfreuten sich beim Publikum größter Beliebtheit, so dass der Vertrag immer wieder verlängert und durch spektakuläre Neuzugänge beständig ergänzt und aktualisiert werden konnte.

Die erfolgreiche und inzwischen 16 Jahre andauernde Zusammenarbeit erfährt durch die nun ausgerichtete Neupräsentation einen weiteren Höhepunkt der Kooperation: Von den nunmehr 30 Werken sind allein 14 Skulpturen im Bode-Museum zum ersten Mal ausgestellt – darunter auch zahlreiche zwischenzeitlich erworbene Meisterwerke, die vor den neuen anthrazitfarbenen Fonds besonders eindrucksvoll zur Geltung kommen. Zu den erlesensten Neuzugängen der vergangenen Jahre gehören zweifellos das Stucco-Relief der „Heiligen Familie“ des Augsburger Renaissance-Künstlers Hans Daucher (1486-1538), der „Raub der Proserpina“ des am Wiener Hof tätigen Elfenbeinschnitzers Matthias Steinl (ca. 1644-1727) sowie der „Laokoon“ des Forchtenberger und in Schwäbisch Hall tätigen und verstorbenen Elfenbeinschnitzers Leonhard Kern (1588-1662). Letzterer gehört zu den „Hausheiligen“ des Sammlers Reinhold Würth, der sich den Künstlern seiner hohenlohischen Heimat um Künzelsau, dem Hauptsitz seines Firmenbetriebs, und Schwäbisch Hall, dem Standort der Kunsthalle Würth, bekanntlich besonders verbunden fühlt. Würth, dessen Sammlungsfokus sonst vorwiegend auf dem Gebiet der Klassischen Moderne und der zeitgenössischen Kunst liegt, interessierte sich auch immer für Meisterwerke früherer Epochen. Sein bedeutendster Coup auf diesem Gebiet war die von ihm 2011 erworbene „Schutzmantelmadonna des Bürgermeisters Jacob Meyer zum Hasen“ von Hans Holbein d. J. (1497/98-1543), welche seitdem den unbestrittenen Mittelpunkt der säkularisierten und mit seinen Altmeistern bespielten Johanniterkirche in Schwäbisch Hall bildet. Die neu eingerichtete „Kunstkammer Würth“ ist ab sofort im Obergeschoss (Raum 222) des Bode-Museums zu sehen.

Museumsinsel Berlin, Bode-Museum, Am Kupfergraben, 10117 Berlin, Öffnungszeiten: Di – So 10 – 18 Uhr

Neupräsentation der Kunstkammer Würth, 23. August 2022 – 30. Juli 2025. Eine Sonderpräsentation der Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst – Staatliche Museen zu Berlin und der Sammlung Würth

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