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Künzelsau,
12
Juni
2026
|
15:20
Europe/Amsterdam

Sammlung Würth trauert um David Hockney

Statement der Sammlung Würth zum Tode des Künstlers

„Wir trauern um David Hockney (9. Juli 1937-11. Juni 2026).

Viele Jahrzehnte als der „Painter Laureate of Southern California“ gefeiert, zählte der Brite David Hockney weltweit zu bedeutendsten Malern der Gegenwart. Schon in der Royal Academy of Art als „Wunderkind“ gefeiert, begeisterte der Maler sein Publikum über 60 Jahre mit vor Schönheit glühender Kunst und forderte es doch stets heraus. Denn auch wenn sein Schaffen wie ein sinnlicher Aufstand gegen eine immer kunstfernere Welt erschien, waren seine Bilder vielschichtig und seine Liebe zur Kunstgeschichte überall spürbar. Neben den Porträts waren seine Landschaften, von denen die Sammlung Würth bedeutende Beispiele, darunter seine „Vier Jahreszeiten“, besitzt, das zweite große Thema seines Werks. Mit diesem stellte er sich bewusst in eine englische Tradition. Denn die Erhabenheit englischer Landschaft und englischer Gärten gilt seit den Tagen Thomas Gainsboroughs (1727-1788) als fester Bestandteil englischer Kultur.

Nachdem Hockney in London, Los Angeles, Paris, Malibu und Bridlington (Yorkshire) gelebt und gearbeitet hatte, fand er in seinen letzten Lebensjahren in der Normandie die ideale Umgebung, um in konzentrierter Ruhe atemberaubend frische Kunst zu schaffen.

Mit dem iPad verfolgte er zunächst die „Ankunft des Frühlings in der Normandie“, entschied sich dann aber den weiteren Jahresverlauf vor Ort zu malen. Inspiriert vom Format des berühmten Wandteppichs von Bayeux von 1066, der die Schlacht bei Hastings zeigt, entstand binnen eines Jahres sein Opus Magnum, der 90 Meter lange iPad-Fries „A Year in Normandie”.

Mit 24 Werken zählt Hockney, dem die Kunsthalle Würth in Schwäbisch Hall 2009 und das Museums Würth 2 in Künzelsau 2023 monografische Ausstellungen widmeten, zu den herausragenden Positionen der Sammlung Würth."

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