Künzelsau,
14
Dezember
2022
|
16:07
Europe/Amsterdam

Stiftung Würth spendet 200.000 Euro an Tafeln in der Region

Zusammenfassung

Die aktuellen Krisen stellen die Tafeln vor enorme Herausforderungen. Der immense Preisanstieg für Mieten, Transport und Energie treffen die Einrichtungen zum einen direkt. Zum anderen steigt die Zahl der Bedürftigen stark an, während Sach- und Lebensmittelspenden abnehmen. Die Stiftung Würth spendet deshalb auf Initiative von Carmen und Prof. Dr. h. c. mult. Reinhold Würth 200.000 Euro als Soforthilfe an die Tafeln in der Region, verteilt auf drei Jahre.

Kunst & Kultur

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Für Stiftungsgründerin Carmen Würth ist das Engagement eine Herzensangelegenheit: 

Bei allen Krisen, die uns derzeit treffen, dürfen wir die Region nicht aus den Augen verlieren. Die Tafeln lindern hier viel Not und wir möchten mit unserer Spende dazu beitragen, dass sie diese schnelle und wirksame Hilfe aufrechterhalten können. Mein Dank gilt insbesondere den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern. Ohne ihren Einsatz wäre die Unterstützung der bedürftigen Menschen gar nicht möglich.

Carmen Würth

„Stiftungen können staatliches Handeln nie ersetzen, aber sinnvoll ergänzen und wichtige Impulse geben. Die Arbeit, die derzeit in den Tafelläden geleistet wird, verdient höchste Wertschätzung. Die Tafeln sind für viele Menschen ein Segen. Mit der Soforthilfe der Stiftung Würth wollen wir aber auch andere anstiften, die Arbeit in den örtlichen Tafeln zu unterstützen, mit Sach- und Geldspenden ebenso wie mit tatkräftigem Anpacken in den Tafelläden“, ergänzte Johannes Schmalzl, Vorsitzender des Vorstands der Stiftung Würth. Im Beisein von ehrenamtlichen Mitarbeitenden, Vorständen der Fördervereine der Tafeln sowie Vertretern der Politik und seiner Vorstandskollegen überreichte Johannes Schmalzl eine großzügigen Spendenscheck. Die Spendenübergaben erfolgten am Montag, 12. Dezember 2022, in der Tafel Bad Mergentheim sowie am Mittwoch, 14. Dezember 2022, in der Tafel Crailsheim.

Jeweils 100.000 Euro kommen den Tafeln im Main-Tauber-Kreis und dem Landkreis Schwäbisch Hall zugute. Unterstützt werden die Tafeln in Bad Mergentheim, Lauda-Königshofen, Tauberbischofsheim und Wertheim sowie die Tafel Crailsheim und das Sozialkaufhaus Hab & Gut der Erlacher Höhe in Schwäbisch Hall.

„Wir als Diakonisches Werk freuen uns außerordentlich über eine solch großzügige Spende. Das Geld kommt gerade richtig in einer Zeit, in der steigende Kosten für Unterhalt und Energie sowie rückläufige Warenzugänge die Tafelbetriebe geradezu ans Limit bringen. Die Stiftung Würth als wohltätiger Arm des gleichnamigen Konzerns zeigt uns damit, dass Würth für die Region nicht nur als Unternehmen und Arbeitgeber wertvoll ist, sondern auch Menschen im Main-Tauber-Kreis in den Blick nimmt, die nicht ohne soziale Hilfestellungen leben können. Dies ist so wertvoll wie wichtig – und mit einer Spendensumme von insgesamt 100.000 Euro auch beispiellos großzügig“, sagte Wolfgang Pempe, Geschäftsführer Diakonisches Werk im Main-Tauber-Kreis, bei der Spendenübergabe am Montag, 12. Dezember 2022, in der Tafel Bad Mergentheim.

„In Zeiten, in denen steigende Energie- und Lebensmittelpreise dafür sorgen, dass immer mehr Menschen auf eine Versorgung mit Lebensmitteln in Tafelläden und Sozialkaufhäusern angewiesen sind, ist das überaus großzügige Engagement der Stiftung Würth ein Lichtblick: Es sichert ganz unmittelbar die Arbeit unserer sozialen Angebote und lenkt gleichzeitig den Blick der Öffentlichkeit auf die aktuelle Situation einkommensarmer Menschen, deren Not häufig nicht gesehen wird“, sagte André Frank, Geschäftsführer des diakonischen Sozialunternehmens Erlacher Höhe.

„Ich kann nicht beschreiben, wie froh wir über die unglaubliche Spende der Stiftung Würth sind in dieser schwierigen Zeit. Mit unserer ganzen Kraft versuchen wir der Armut und Vereinsamung etwas entgegenzusetzen und die Menschen besser zu vernetzen, auch mit unserem Tafel-Mobil. Diese Spende ist eine tolle Hilfe und ein großer Ansporn“, so Karin Coffey, Leiterin der Tafel Crailsheim. „Auch hier in der Region können Menschen ihre Mieten, Energie und Lebensmittel kaum noch bezahlen, oftmals, weil sie arbeitslos sind. Mit den Beschäftigungsmöglichkeiten bei der Tafel führen wir langzeitarbeitslose Menschen wieder an den 1. Arbeitsmarkt heran, und schaffen eine Grundlage für ihre eigene Versorgung“, so Aufbaugilde-Geschäftsführer Gerald Bürkert.

Die Stiftung Würth unterstützt bereits seit Sommer die beiden Tafeln im Hohenlohekreis in Künzelsau und in Öhringen mit insgesamt 100.000 Euro.

Die Tafeln des Diakonischen Werks im Main-Tauber-Kreis
In die Beratungsstellen des Diakonischen Werks kommen viele bedürftige Menschen. Deshalb hat das Diakonische Werk in Zusammenarbeit mit Initiativen vor Ort und eigens dafür gegründeten 
Fördervereinen Tafelläden eingerichtet. 2006 entstanden die Tafelläden in Wertheim und Bad Mergentheim, 2008 in Lauda-Königshofen. 150 Ehrenamtliche unterstützen jeweils im Laden oder als Fahrerinnen und Fahrer – was jährlich etwa 25.000 Stunden ehrenamtlicher Arbeit entspricht.

Die Tafel Crailsheim – Aufbaugilde Heilbronn
Bereits seit Herbst 2005 bietet die Tafel Crailsheim gespendete Lebensmittel und Drogerieartikel für bedürftige Menschen an. Der Crailsheimer Tafelladen ist Montag bis Freitag täglich von 12-14 Uhr geöffnet und versorgt derzeit über 3.200 Bedürftige. Zu den Angeboten der Tafel Crailsheim gehören neben dem Tafelladen auch der Suppentreff, die Möbelhalle mit Entrümpelung, die Kleiderbörse, der Waschsalon und die Duschmöglichkeit. 

Die Erlacher Höhe
Die Erlacher Höhe ist ein diakonisches Sozialunternehmen und bietet an 16 Standorten in Baden-Württembergs über 60 Angebote für benachteiligte Menschen. Im Sozialkaufhaus Hab & Gut der Erlacher Höhe in Schwäbisch Hall ist jeder willkommen, ohne über die Höhe seines Einkommens Auskunft geben zu müssen. Bis zu 100 Menschen werden hier werktäglich versorgt. Lebensmittel werden vorrangig an Menschen mit schmalem Geldbeutel abgegeben, Non-Food-Artikel können von allen Kundinnen und Kunden gekauft werden. Menschen, die lange ohne Arbeit waren, erfahren im Hab & Gut durch Beschäftigungs- und Qualifizierungsmaßnahmen neue Motivation und Lebenssinn und können so wieder auf dem Arbeitsmarkt Fuß fassen.

Die Stiftung Würth
Im Jahr 1987 von Prof. Dr. h. c. mult. Reinhold und Carmen Würth als Stiftung des bürgerlichen Rechts mit Sitz in Künzelsau gegründet, verfolgt die Stiftung Würth gemeinnützige und mildtätige Zwecke. Sie fördert zahlreiche Projekte in den Bereichen Kunst und Kultur, Forschung und Wissenschaft, Bildung und Erziehung sowie Integration – schwerpunktmäßig in der Region Heilbronn-Franken, dem Stammsitz des Unternehmens Würth. Unterstützt werden die Aktivitäten durch die Gesellschaften der Würth-Gruppe in Deutschland, insbesondere durch die Adolf Würth GmbH & Co. KG.

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