Künzelsau,
15
Juli
2022
|
11:48
Europe/Amsterdam

Würth Bildungspreis: Nachhaltigkeitskonzept der Schlossbergschule Kappelrodeck gewinnt ersten Platz

Zusammenfassung

Künzelsau/Stuttgart. Die Schlossbergschule Kappelrodeck hat den ersten Platz des Würth Bildungspreises gewonnen. Das Kompetenzzentrum Ökonomische Bildung, Teil der Stiftung Würth, vergibt diese Auszeichnung für herausragende ökonomische Schulprojekte in Baden-Württemberg. Der erste Platz ist mit 4.000 Euro dotiert. Die Preisverleihung fand am Donnerstag im Hospitalhof Stuttgart statt.

Weitere Auszeichnungen erhielten die Lindenschule Bodnegg, die Sommerfeldschule Offenburg-Nord, die August-Weygang-Gemeinschaftsschule Öhringen und die Hans-Thoma-Schule Laufenburg. Das Kompetenzzentrum Ökonomische Bildung Baden-Württemberg unterstützte die teilnehmenden Schulen bei der Umsetzung ihrer ökonomischen Projekte.

Theresa Schopper, Ministerin für Kultus, Jugend und Sport des Landes Baden-Württemberg, sowie Helmut Jahn, Vorstand der Stiftung Würth, würdigten die Leistung der Preisträger. Schopper gratulierte den Teilnehmerinnen und Teilnehmern zu ihrem Erfolg: 

Der Würth Bildungspreis animiert die Schülerinnen und Schüler dazu, über den Tellerrand des schulischen Unterrichts hinauszublicken. Dabei entstehen immer wieder tolle Ideen. Mir fällt auf, dass sich viele Schülerinnen und Schüler mit dem Thema ,Nachhaltigkeit' beschäftigt haben. Das zeigt, dass Schülerinnen und Schüler mitgestalten wollen und sich Gedanken über die Zukunft machen - dafür ein großes Lob an alle, die mitgemacht haben.

Theresa Schopper, Ministerin für Kultus, Jugend und Sport des Landes Baden-Württemberg

Die Vielfalt der eingereichten Projekte zeigt, wie kreativ die Schülerinnen und Schüler sind. Es freut mich zu sehen, mit wie viel Begeisterung die Jugendlichen an ihren Projekten gearbeitet und welch wertvolle Erfahrungen sie dabei für ihr eigenes wirtschaftliches Denken und Handeln gemacht haben.

Helmut Jahn, Vorstand der Stiftung Würth

Um eine Teilnahme am Würth Bildungspreis können sich allgemeinbildende weiterführende Schulen in Baden-Württemberg bewerben. Initiator des Preises ist der Unternehmer Prof. Dr. h. c. mult. Reinhold Würth, der sich seit vielen Jahren dafür einsetzt, ökonomische Inhalte an Schulen zu vermitteln und die ökonomische Kompetenz der Jugendlichen zu fördern. Das Kompetenzzentrum kooperiert in diesem Rahmen mit dem Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg.

Für das Schuljahr 2021/2022 wurden folgende Schulen mit dem Würth Bildungspreis ausgezeichnet:

1.    Preis: Schlossbergschule Kappelrodeck: „Marketingstrategie für das Nachhaltigkeitskonzept“

Für die verschiedenen Schülerfirmen der Schlossbergschule Kappelrodeck steht Nachhaltigkeit im Fokus. Das Projekt „Marketingstrategie für das Nachhaltigkeitskonzept“ wurde entwickelt, um diesen Leitgedanken stärker zu kommunizieren und bei Schülerinnen und Schülern, im Lehrerkollegium und bei Eltern ins Bewusstsein zu rufen. Das interdisziplinäre Projektteam hat beispielsweise eine Nachhaltigkeits-Info-Ecke mit einem selbst hergestellten Bücher Tausch-Regal eingerichtet. Außerdem werden in der Schülerzeitung, im Schulchat und auf der Homepage regelmäßig Tipps, Informationen und Anregungen zum Thema „Nachhaltigkeit“ veröffentlicht. Den Tag der offenen Tür nutzten die Jugendlichen, um eine Kollektion fair hergestellter Bio-T-Shirts mit selbst entworfenen Werbe-Slogans zu präsentieren.

2.    Preis: Lindenschule Bodnegg: „Essbarer Schulhof“

Um das Schulgelände in einen „Essbaren Schulhof“ zu verwandeln, pflanzten die Jugendlichen der Lindenschule Bodnegg Beerensträucher und Apfelbäume. Mit der Unterstützung engagierter Eltern wurden zwei große Hochbeete auf dem Schulhof zusammengebaut und bepflanzt. Weitere Hochbeete und ein Komposter folgten im Schuljahresverlauf. Zur Finanzierung ihres Projekts verkauften die Kinder und Jugendlichen einen Saatgutkalender an ihrer Schule. Die Klassenstufen 1 bis 9 beteiligen sich am „Essbaren Schulhof“ und schafften somit eine nachhaltige und fruchtbare Grundlage für die Zukunft der Schule.

3.    Preis: Sommerfeldschule Offenburg-Nord: „Das Ziel im Blick – Sommerfeldschach für alle“

Unter dem Motto: „Das Ziel im Blick – Sommerfeldschach für alle“ kreierte die Sommerfeldschule Offenburg-Nord ein Spiel für die ganze Familie. Die Schülerinnen und Schüler wählten für die Herstellung des Outdoor-Spiels geeignete Rohstoffe aus und entwarfen Zubehör wie eine Spielanleitung, ein Bestellformular sowie einen Feedbackbogen für Kundinnen und Kunden. Die Jugendlichen entwickelten ein ansprechendes Logo und gestalteten damit Stofftaschen. Die Spielfiguren wurden an mehreren Samstagen in Kooperation mit der Schreinerei Krocker hergestellt. Passend zum Motto wurden anschließend Pfeile, Bögen und Zielscheiben mit Laserdruckern und Brenneisen auf die Spielfiguren gebrannt. Höhepunkt des Projekts war das gemeinsame Sommerfeldschach-Turnier auf dem Schulgelände zum Abschluss.

4.    Preis:

August-Weygang-Gemeinschaftsschule Öhringen: „Success´ are made of sand and sun“

Die Schülerinnen und Schüler der August-Weygang-Gemeinschaftsschule Öhringen verwandelten mit ihrem Projekt „Success´ are made of sand and sun“ einen ungenutzten Technikraum in eine Beach-Bar. Das Projektteam gestaltete eine Wohlfühloase mit Billiard-Tisch und Flipper. In den Pausen verkaufen die Jugendlichen dort Speisen und Getränke. Sie führen Verkaufsgespräche und sammeln Erfahrungen im Umgang mit Kundinnen und Kunden. Das Team ist professionell aufgestellt und hat auch die Weiterentwicklung stets im Blick: Beispielsweise wählt die Personalabteilung in persönlichen Vorstellungsgesprächen neue Mitarbeitende für die Beach-Bar aus.

und  Hans-Thoma-Schule Laufenburg: „Waldklassenzimmer“

In einem nahegelegenen Wald haben Schülerinnen und Schüler der Hans-Thoma-Schule Laufenburg einen mobilen Bauwagen aufgestellt, der der gesamten Schule als Waldklassenzimmer zur Verfügung steht. Im Bauwagen befindet sich außerdem pädagogisches Material, um Unterricht im Freien abzuhalten. Die Jugendlichen statteten das Gelände rund um den Bauwagen mit Sitzgelegenheiten aus. Das Projektteam hat sich in verschiedene Abteilungen strukturiert. Die Schülerinnen und Schüler berichten auch der Öffentlichkeit kontinuierlich über den Baufortschritt. Eine Kooperation mit regionalen Pressevertretern ermöglicht ihnen, Presseartikel selbständig zu verfassen und zu publizieren. Das „Waldklassenzimmer“ wird unterstützt von der Stadt Laufenburg und dem zuständigen Förster.

Die Stiftung Würth

Im Jahr 1987 von Prof. Dr. h. c. mult. Reinhold und Carmen Würth als Stiftung des bürgerlichen Rechts mit Sitz in Künzelsau gegründet, verfolgt die Stiftung Würth gemeinnützige und mildtätige Zwecke. Sie fördert zahlreiche Projekte in den Bereichen Kunst und Kultur, Forschung und Wissenschaft, Bildung und Erziehung sowie Integration – schwerpunktmäßig in der Region Heilbronn-Franken, dem Stammsitz des Unternehmens Würth. Unterstützt werden die Aktivitäten durch die Gesellschaften der Würth-Gruppe in Deutschland, insbesondere durch die Adolf Würth GmbH & Co. KG.

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