Künzelsau/Nürnberg,
09
Juni
2021
|
09:55
Europe/Amsterdam

Würth entwickelt nachhaltiges Verstärkungssystem RELAST®

Marode Bauwerke wiederbeleben

Zusammenfassung

Das Schraubensystem RELAST® von Würth ist ein innovatives Multitalent: ein Verbundankerschraubensystem mit dem Brücken, Tunnel, oder andere Bauwerke nachträglich verstärkt werden können. Die Lebensdauer der Bauobjekte kann dadurch enorm verlängert werden, wodurch RELAST® umweltschonend und kostengünstig ist und dabei die Verkehrsinfrastruktur aufrecht hält.

  • Nürnberger Firma TOGE Dübel maßgeblich an Entwicklung beteiligt
  • Nachträgliche Bauwerkverstärkung ohne Abriss
  • Nachhaltige Erhöhung der Lebensdauer
  • Keine Vollsperrungen, geringer Eingriff in Verkehrsinfrastruktur

 

„Damit ist RELAST® ein Baustein mehr in der Nachhaltigkeitsstrategie unseres Unternehmens. Denn das System ist kosteneffizient, ressourcenschonend und zukunftsorientiert,“ fasst Norbert Heckmann, Sprecher der Geschäftsleitung der Adolf Würth GmbH & Co. KG zusammen. Realisiert wurde RELAST® mit der Nürnberger Würth Tochter TOGE (https://www.toge.de/), seit 50 Jahren einer der Pioniere der Betonschraubtechnik.

Drastische CO2-Einsparungen

Mit RELAST® können Bauwerke nachträglich verstärkt werden, die andernfalls abgerissen und neu gebaut worden wären. Die Auswirkungen auf die Umweltbelastungen werden erheblich reduziert. Die gesamte CO2 Belastung durch den Abriss und Neubau einer Brücke und die damit verbundenen Mehrkosten an Material entfallen durch den Einsatz von RELAST®. In Zeiten von Ressourcenknappheit und dem Streben nach mehr Nachhaltigkeit trifft RELAST® damit deutlich den Nerv der Zeit.

Ebenfalls positiv für die Umweltbilanz: RELAST® kann während des fließenden Verkehrs verbaut werden, womit das Problem wochen- oder monatelanger Vollsperrungen und der daraus resultierenden Umleitungen und Staus entfällt.

So auch beim Vorzeigeprojekt der innovativen Verbundankerschraube, dem Altstadtringtunnel am Prinz Carl Palais in München. Dieser ist eine der Hauptverkehrsadern der bayerischen Landeshauptstadt. Dem Tunnel drohte eine jahrelange Vollsperrung – und der Innenstadt damit der Verkehrskollaps. Mit dem Einsatz von RELAST® musste der Tunnel nur teilweise gesperrt werden. Die Sanierungsdauer, in welcher die über 7.300 Verbundankerschrauben montiert wurden, wurde dadurch erheblich verkürzt. Im Ergebnis konnten die täglich rund 60.000 Autos den Tunnel weiterhin durchfahren.

Aufholen auf heutigen Stand der Technik

Nicht nur Tunnelbauwerke befinden sich in baufälligem Zustand, auch mehr als 70% aller deutschen Brücken erhielten 2020 die Note befriedigend oder ausreichend. Weitere 9% wurden als nicht ausreichend oder ungenügend bewertet.

Die Ursache dafür sind zwei Gründe: Die Bauwerke leiden unter dem seit 50 Jahren stetig wachsenden Verkehrsaufkommen und zeitgleich schreitet die Technologie und der Wissensstand der Bauingenieure voran. Dadurch bestehen viele Bauwerke die Anforderungen der heutigen, modernen Bemessungen nur noch knapp – oder eben ganz knapp nicht mehr. „Statt den üblichen unvermeidbaren Abriss und Neubau einzuleiten, schließt RELAST® die Lücke zwischen alten Baustandards und heutigen Anforderungen mit ressourcenschonender Technologie.“ bringt Heckmann die technische Innovation und Raffinesse von RELAST® auf den Punkt.

Mit RELAST® etabliert sich ein Problemlöser auf dem Markt und die Würth symbolisiert damit die Bereitschaft, entlang des aktuellen Erkenntnisstandes lösungsorientiert zu forschen. Würth beendet mit seinem Verbundankerschraubensystem den enormen Ressourcenaufwand maroder Bauwerke und setzt damit ein deutliches Zeichen für Nachhaltigkeit in der Baubranche.

Über die Adolf Würth GmbH & Co. KG

Die Adolf Würth GmbH & Co. KG ist führender Spezialist für Montage- und Befestigungsmaterial für die professionelle Anwendung. Sie ist das größte Einzelunternehmen der weltweit tätigen Würth-Gruppe. Die Adolf Würth GmbH & Co. KG beschäftigt deutschlandweit über 7.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und erwirtschaftete 2020 einen Umsatz von 2,21 Milliarden Euro.