Künzelsau,
13
Januar
2022
|
12:00
Europe/Amsterdam

Würth-Gruppe mit historischen Rekordmarken bei Umsatz und Betriebsergebnis

  • Umsatzwachstum um 18,5 Prozent auf 17,1 Milliarden Euro
  • Betriebsergebnis wächst auf 1,2 Milliarden Euro
  • Anteil E-Business steigt auf knapp 20 Prozent
  • Niederlassungen weltweit nach zehn Jahren mehr als verdoppelt
  • Neues Verwaltungsgebäude: Baubeginn 2024
  • Einweihung Innovationszentrum im dritten Quartal 2022
Zusammenfassung

Die Würth-Gruppe verzeichnete im Geschäftsjahr 2021 historische Rekordmarken: Gemäß vorläufigem Konzernabschluss erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz von 17,1 Milliarden Euro (2020: 14,4 Milliarden Euro) – ein Plus von 18,5 Prozent, währungsbereinigt sind es 19,0 Prozent. Die Würth-Gruppe wuchs in Deutschland um 14,1 Prozent auf einen Umsatz von 6,9 Milliarden Euro (2020: 6,1 Milliarden Euro). Die Würth Gesellschaften im Ausland schnitten mit 10,2 Milliarden Euro (2020: 8,3 Milliarden Euro) noch erfolgreicher ab.

In Süd- und Westeuropa vermeldeten die Konzerngesellschaften überdurchschnittliche Wachstumsraten – zurückzuführen unter anderem auf die coronabedingt sehr hohen Umsatzeinbrüche 2020 in Ländern wie Spanien, Italien und Frankreich. Besonders erfolgreich waren die Würth Elektronik eiSos Gruppe (+ 36,8 Prozent) und die Geschäftseinheit Elektrogroßhandel (+ 28,8 Prozent). Die Adolf Würth GmbH & Co. KG (AW KG), Keimzelle und größte Einzelgesellschaft im Konzern, erwirtschaftete einen Außenumsatz von 2,1 Milliarden Euro (+ 11,3 Prozent).

Das Betriebsergebnis der Würth-Gruppe liegt gemäß vorläufigem Konzernabschluss mit 1,2 Milliarden Euro deutlich über dem Vorjahr (2020: 775 Millionen Euro). Das starke Umsatzwachstum und die Steigerung der Produktivität trugen maßgeblich zum positiven Ergebnis bei. Auch sind 2021 coronabedingt Kosten für Reisen, Messen und Konferenzen nicht angefallen. 

Wir befinden uns mitten in der 4. Welle der Pandemie, die Entwicklung der Lieferketten fordert uns alle. In diesem Umfeld solche Ergebnisse zu erzielen, zeigt, dass wir passgenaue Produkte und Serviceleistungen für unsere Kunden haben. Wichtig ist auch, in einer Krise Ruhe und Sicherheit zu vermitteln. In einem Familienunternehmen wie dem unsrigen nehmen Prof. Reinhold Würth und Bettina Würth dabei eine entscheidende Rolle ein.

Robert Friedmann, Sprecher der Konzernführung der Würth-Gruppe

Multi-Kanal-Strategie greift

Die Anzahl der Niederlassungen weltweit hat sich in den vergangenen zehn Jahren auf 2.497 mehr als verdoppelt. Die Materialbeschaffung unserer Kunden über diese Niederlassungen ist ein wichtiger Baustein der Multi-Kanal-Strategie. Ergänzend bieten die digitalen Möglichkeiten mit Onlineshop, E-Procurement und Würth App die richtigen Lösungen für kontaktloses Einkaufen. Im Geschäftsjahr 2021 erzielte der E-Business-Bereich einen Umsatz von 3,4 Milliarden Euro, was mit einem Anteil von 19,9 Prozent am Konzernumsatz einem neuen Höchstwert entspricht.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Würth-Gruppe hat sich im Geschäftsjahr 2021 um 4.044 auf 83.183 erhöht. In Deutschland beläuft sich die Anzahl der Beschäftigten auf 25.438. Im Außendienst sind weltweit über 33.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tätig.

Eigene Produktionsbetriebe sorgen für Unabhängigkeit von Lieferketten

Die konzerneigenen Produktionsbetriebe in Deutschland und Europa gewährleisten eine gewisse Unabhängigkeit von globalen Lieferketten. 

Unsere Schraube für den Holzbau, die ASSY®, produzieren wir bei der Konzerngesellschaft SWG Schraubenwerk Gaisbach. So sind wir nicht auf chinesische Stahlimporte angewiesen. Heute haben bereits 80 Prozent unserer Waren ihren Ursprung in Europa.

Robert Friedmann, Sprecher der Konzernführung der Würth-Gruppe

Trotzdem machten sich die Lieferengpässe auch bei Würth in einzelnen Bereichen bemerkbar. Beispielsweise hatte der Chipmangel Auswirkungen auf die Unternehmen im Konzern, die über eine direkte Belieferung der OEMs abhängig von der Automobilindustrie sind.

Investition in den Standort Künzelsau und die Region Hohenlohe

Im dritten Quartal 2022 wird das neue Innovationszentrum in Künzelsau-Gaisbach eröffnet mit dem Ziel, Innovationszyklen zu verkürzen, Neu- und Weiterentwicklungen schneller auf den Markt zu bringen und den Kunden noch mehr Lösungen mit Mehrwert zu bieten. Parallel dazu entsteht ein neues Parkhaus mit 752 Stellplätzen, davon 48 E-Ladeplätze. Zusätzlich investiert das Unternehmen in ein neues Verwaltungsgebäude mit rund 375 Arbeitsplätzen. Der Baubeginn ist für 2024 geplant. Im Fokus steht eine nachhaltige und kreislaufwirtschaftliche Bauweise: Das 49 Meter hohe Hochhaus soll in einer Holzhybrid-Konstruktion errichtet werden. Der hohe Anteil an vorgefertigten Holzelementen reduziert den CO2-Fußabdruck.

Ausblick auf 2022

Die Situation auf dem Beschaffungsmarkt wird auch 2022 angespannt bleiben. Die Entscheidung der Bundesregierung hinsichtlich einer allgemeinen Impfpflicht wird die Entwicklung der Pandemie und damit das Wirtschaftsgeschehen maßgeblich beeinflussen. 

Trotz dieser Unwägbarkeiten gehen wir davon aus, dass wir im kommenden Geschäftsjahr einen neuen Rekordumsatz erreichen und ein angemessenes Ergebniswachstum erzielen werden, da wir mit unserer Multi-Kanal-Strategie, der weitreichenden Digitalisierung und der Vielzahl eigener Produktionsbetriebe jetzt und auch zukünftig unabhängig aufgestellt sind.

Robert Friedmann, Sprecher der Konzernführung der Würth-Gruppe

Bilanzpressekonferenz der Würth-Gruppe ist am Mittwoch, 11. Mai 2022.
 

Über die Würth-Gruppe

Die Würth-Gruppe ist Weltmarktführer in ihrem Kerngeschäft: dem Vertrieb und der Herstellung von Montage- und Befestigungsmaterial. Weitere Handels- und Produktionsunternehmen, die sogenannten Allied Companies, sind in angrenzenden Geschäftsfeldern aktiv. Dazu zählen beispielsweise der Elektrogroßhandel oder der Bereich Elektronik bis hin zu Finanzdienstleistungen. In über 80 Ländern beschäftigt der Konzern weltweit mehr als 83.000 Mitarbeitende in über 400 Gesellschaften mit über 2.400 Niederlassungen. Der Konzern erzielte im Geschäftsjahr 2021 gemäß vorläufigem Abschluss einen konsolidierten Umsatz von 17,1 Milliarden Euro und ein Betriebsergebnis vor Steuern von 1,2 Milliarden Euro.

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