Künzelsau,
10
Juli
2024
|
18:00
Europe/Amsterdam

Würth-Gruppe mit erstem Halbjahr 2024 zufrieden

Zusammenfassung

Die Würth-Gruppe, Weltmarktführer in der Entwicklung, der Herstellung und dem Vertrieb von Montage- und Befestigungsmaterial, verzeichnet im ersten Halbjahr 2024 einen Umsatz von 10,2 Milliarden Euro. Das entspricht einem Minus von 3,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Währungsbereinigt sind es -2,6 Prozent.

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Unsere Umsatzentwicklung ist weiterhin stark von der konjunkturellen Situation beeinflusst, das ist insbesondere in den produzierenden Bereichen, die beispielsweise die Automobilindustrie beliefern, spürbar. Erfreulich hingegen ist, dass sich die Würth-Linie Handwerk stabil entwickelt – trotz eines sehr schwierigen Marktumfeldes. Der Wohnungsbau beklagt weiterhin den Auftragsmangel, dennoch zeigt der ifo Geschäftsklimaindex in diesem Bereich eine leichte Verbesserung im Juni von -52,3 auf -46,4 Punkte. Diese Entwicklung sowie die Senkung des Leitzinses im Juni 2024 sind kleine Signale, die eine leichte Verbesserung der Konjunktur in Aussicht stellen. Von einer kurzfristigen Entspannung können wir aktuell noch nicht ausgehen.

Dennoch halten wir an unserer antizyklischen Strategie fest – also investieren, wenn andere zurückfahren. Wir bauen unsere Vertriebsaktivitäten über alle Kanäle wie Außendienst, Niederlassungen, E-Business hinweg weiter aus, investieren in den Bereich IT und treiben die Digitalisierung voran. Das Versprechen der Warenverfügbarkeit an unsere über vier Millionen Kunden weltweit hat oberste Priorität.

Robert Friedmann, Sprecher der Konzernführung der Würth-Gruppe

Der Konzern hat in den vergangenen zwölf Monaten über 300 Arbeitsplätze im Bereich Digitalisierung und IT geschaffen. Aktuell zählt die Würth-Gruppe weltweit 88.616 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon 44.437 im Vertrieb. Durch Akquisitionen sind rund 1.200 Mitarbeitende hinzugekommen.

Der Umsatz der deutschen Gesellschaften der Würth-Gruppe liegt bei 4,0 Milliarden Euro, im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es noch 4,2 Milliarden Euro. Die Gesellschaften im Ausland verzeichnen einen leichten Umsatzrückgang von 1,8 Prozent gegenüber demselben Zeitraum im Vorjahr. Eine positive Entwicklung innerhalb des Kerngeschäfts von Würth konnte die Division Auto mit einem Wachstum von 4,2 Prozent erzielen. Innerhalb der Allied Companies entwickelt sich der Bereich Chemie (+6,6 Prozent) positiv. Mit der Zustimmung der Europäischen Kommission konnte der Erwerb von 80 Prozent der Anteile an der IDG01 S.p.A., dem führenden Elektrogroßhändler im Piemont mit Sitz in Turin, am 1. Juli 2024 vollzogen werden. Dies festigt die Position des Elektrogroßhandels zusätzlich und ermöglicht weiteres Wachstum in Italien. Das Unternehmen beschäftigt 580 Mitarbeitende in 41 Niederlassungen und erzielte im Jahr 2023 einen Umsatz von 285 Millionen Euro.

Bedingt durch den Umsatzrückgang der Würth-Gruppe liegt das Betriebsergebnis mit 525 Millionen Euro unter dem Vorjahreszeitraum (2023: 680 Millionen Euro). Die Würth-Gruppe ist weiterhin finanziell solide aufgestellt. Im Juni 2024 bestätigte S&P Global Ratings erneut das Rating der Würth-Gruppe mit A/outlook stable.

Nach Einschätzung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) erholt sich die deutsche Konjunktur langsam: Für das Jahr 2024 heben die Experten ihre Prognose für das Wirtschaftswachstum auf 0,3 Prozent an und stellen für 2025 ein Wachstum von 1,3 Prozent in Aussicht. Die Weltwirtschaft ist in den ersten sechs Monaten moderat gewachsen, der Welthandel hat leicht zugelegt. Das Institut für Weltwirtschaft (IfW) Kiel erwartet bis Jahresende ein mäßiges weltwirtschaftliches Wachstum. Impulse kommen vor allem aus Europa, wo aufgrund wieder steigender Reallöhne der private Konsum anzieht.

 

Die Würth-Gruppe hat bereits in der Vergangenheit gezeigt, dass sie große Herausforderungen meistern kann. Wir sind regional breit aufgestellt und haben in unseren diversifizierten Geschäftsbereichen funktionierende Geschäftsmodelle, in die wir konsequent investieren. Wir halten trotz der schwierigen konjunkturellen Situation an unserer Strategie fest.

Robert Friedmann, Sprecher der Konzernführung der Würth-Gruppe

Unternehmen

Sofern die gesamtwirtschaftliche und geopolitische Situation stabil bleibt, geht der Konzern in diesem Jahr von einem vergleichbaren Umsatzniveau wie 2023 sowie einem Rückgang beim Betriebsergebnis aus.

Soziales Engagement gehört auch in schwierigen Zeiten zu Würth. Denn als Familienunternehmen sieht sich Würth in der Pflicht, sich für das Wohlergehen anderer zu engagieren und der Verpflichtung des Eigentums nachzukommen. Zum siebten Mal unterstützte die Würth-Gruppe im Rahmen einer weltweiten Aktion das UN-Kinderhilfswerk UNICEF und spendete 405.000 Euro zugunsten eines Hilfsprogramms, das Kindern im Sudan sichere Lernräume und Zukunftschancen bietet. Anlass zur Spende war die RW WORKOUT-Woche, die seit 34 Jahren ein fester Bestandteil der Zusammenarbeit zwischen Innen- und Außendienst in den Gesellschaften der Würth-Gruppe ist. 

Die Bilanzpressekonferenz der Würth-Gruppe findet am Mittwoch, 7. Mai 2025, statt.

Über die Würth-Gruppe
Die Würth-Gruppe ist Weltmarktführer in der Entwicklung, der Herstellung und dem Vertrieb von Montage- und Befestigungsmaterial. Darüber hinaus sind Handels- und Produktionsunternehmen, die sogenannten Allied Companies, in angrenzenden Geschäftsfeldern aktiv, wie etwa im Elektrogroßhandel, in den Bereichen Elektronik sowie Finanzdienstleistungen. In 80 Ländern beschäftigt der Konzern aktuell weltweit mehr als 88.000 Mitarbeitende in über 400 Gesellschaften mit über 2.700 Niederlassungen. Der Konzern erzielte im Geschäftsjahr 2023 einen Umsatz von 20,4 Milliarden Euro. Mit über 8.000 Mitarbeitenden ist die Adolf Würth GmbH & Co. KG in Künzelsau größtes Einzelunternehmen der Würth-Gruppe.

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